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bogevischs buero
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Wohnanlage Hubland, Würzburg

2020 Wettbewerb 1. Preis
2020 – 2022
LP 1-4, KFW 55
Bauherr: Dawonia Management GmbH
Team Realisierung: Ann-Kristin Schneider (PL), Philipp Kohl (PM), Maria Schlüter (PM), Irene Hidalgo Gadea (PL), Giulia Deon (PM)
Team Wettbewerb: Anja Engert, Johannes Prünte, Philipp Kohl
Landschaftsarchitekten: Andreas Kicherer, Landschaftsarchitektur

 

Das Grundstück auf dem Würzburger Hubland greift die Umgebungsbebauung auf und sieht zur Grundstücksaußenseite gut eingebundene und gefasste Baukörper vor. Nach der Innenseite wird der kubische Charakter durch gebrochene Kanten auflockert. Es ergibt sich eine Struktur mit großer Lockerheit und einer feinen Körnung. Durch die zum Park und Stadt geöffneten Räume werden die stadtprägenden Blickachsen aufgegriffen und ermöglichen fast allen künftigen Bewohnern einen freien Blick.

Der Hof ist von allen Häusern aus direkt erreichbar, es entsteht als Herz der Wohnanlage ein vielfältig nutzbarer kommuner Binnenraum, der nachbarschaftsfördernd wirken soll. 

 

Gebäude/ Wohnungstypologien/ Wohnqualitäten

Bei diesem Bebauungskonzept werden Wohnungstypologien für verschiedene Lebenssituationen und als bezahlbaren Wohnraum geschaffen. Der vorgeschlagene Wohnungsmix ist die Grundlage für ein Leben in einem belebten und urbanen Quartier, in welchem vielfältige Bevölkerungsgruppen inkludiert und barrierefreie sowie einige rollstuhlgerechte Wohnungen angeboten werden können.

Die Wohnqualität im EG wird durch Einführung einer Hochparterre- Ebene zur Straßenseite hin verbessert. Alle Wohnungen erhalten Freibereiche als Loggien in den Geschossen und Terrassen mit Freiflächenzugang im EG. Es ist eine hochwertige Ausstattung der Wohnungen vorgesehen, u.a. mit Parkettböden und für Wohnungen ab 3 Zimmern mit zusätzlichen separaten Duschbädern.

 

Nachhaltigkeit

Neben dem ökologischen Mobilitätsansatz wird hier eine nachhaltige Bauweise angestrebt. Wir planen für dieses Vorhaben in einer ressourcen-schonende Holz-Hybrid Bauweise. Mit dieser Bauart verfolgen wir einen hohen Vorfertigungsgrad der Gebäude, eine Minimierung des Baustellenverkehrs, deutlich verkürzte Bauzeiten und die Nutzung von Vorteilen aus natürlichen Baustoffen. Nachhaltig ist diese Bauweise vor allem dank des hohen Holzanteils mit der langfristigen Bindung von CO2 und des Verzichts auf ein Wärmedämmverbundsystems.

Der Nachhaltigkeitsgedanke zieht sich in den Außenanlagen fort, so werden zum Beispiel die Sitzstufen zum Park als auch die Belagsmaterialien für die polygonalen und fugenreichen Hofwege aus regionalem Fränkischem Muschelkalk hergestellt. Die geschichteten Stufenanlagen bieten als Art Trockenmauerwerk einer lockeren, bienenfreundlichen Bepflanzung aus Sträuchern und Stauden vielfältigen Raum für Pflanzen und Tiere.

 

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