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Geförderte Wohnanlage mit Kindertagesstätte Brantstraße, München

2014 – 2019
WBW 1. Preis und Realisierung
Bauherr: GEWOFAG Projektgesellschaft mbH
EOF, MM und KomProB gefördert
BGF: 15.770 qm/99 WE, 2 Kitas mit insg. 10 Gruppen
LP 1-5
Forschungsprojekt AAD (Animal Aided Design)
Team: Katrin Hauth (PL), Isabel Heid (PM), Anja Engert (PM)
Landschaftsarchitekten: MichellerundSchalk Landschaftsarchitektur und Urbanismus

Projektblatt PDF

Der Entwurf zeigt eine Gebäudestruktur, die, auf Basis der jetzigen Rahmenbedingungen, ein klares und nachhaltiges Stadtraumgefüge ergibt. Sollte die Brantstraße einmal nach Süden verlängert werden, bietet die vorgeschlagene Bebauung einen Abschluss, der in einem neuen, separaten Baufeld im Süden dann gespiegelt werden kann.
Zwischen den Gebäuden und den Schrebergärten entsteht eine grüne Fuge, die den öffentlichen Fußweg rahmt. Die Freiflächen der Kitas und die Wohnfreiflächen sind seperiert und jeweils grosszügig geschnitten.
Alle Wohntreppenhäuser erreichen die Wohnfreiflächen direkt, ohne Querung des öffentlichen Raumes.
Alle Gebäude sind von den öffentlichen Straßen aus erschlossen; die Erdgeschosse sind gegenüber der Straße um 85cm erhöht, die Erdgeschosswohnungen werden über einen Durchladerlift barrierefrei erreicht und erhalten jeweils einen barierrefreien Zugang zu den höheren liegenden gemeinsamen Grünflächen im Inneren.
Die Gebäude werden als verputzte Massivbauten mit hochwertigen Dämmziegeln realisiert.
Durch das städtebauliche Konzept straßenbegleitender Wohnbebauung und nach Süden abschließender Gebäuderiegel mit Kindertagesstätten lassen sich im Freiraum klar definierte und erkennbare Freiraumtypologien entwickeln.
Aus den höher gelegenen Erdgeschossen barrierefrei zu erreichen befinden sich räumlich definierte Wohnhöfe in den straßenabseits gelegenen Bereichen der Wohngebäude. Diese Wohnhöfe werden als kollektive Räume verstanden, die von einer Hausgemeinschaft aktiv und kommunikativ benutzt werden können.
Ins Zentrum dieser Höfe werden topographisch modellierte Grünflächen eingeschrieben, die interessante Spielmöglichkeiten bieten und in ihrer skulpturalen Form starke Identität stiftende Funktion aufweisen.

Zwischen Wohnhöfen und Verbindungsweg gelegen werden mit Südausrichtung die Freiflächen für die Kindertagesstätten ausgewiesen.
Der flächenmäßig etwas zu kleine Freibereich der Kita mit Hort wird durch den zwischen den Kindertagesstätten gelegenen Quartiersplatz ausgeglichen, der als verkehrsfreier Bereich unter Aufsicht v. a. mit Dreirädern und Bobbycars gut bespielt werden kann. Desweiteren bildet dieser Quartiersplatz eine klare ablesbare Adresse für die Erschließung der beiden Kindertagesstätten aus.

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