Ehemaliger Gasthof Hirsch mit Umfeld
2021
1. Preis Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
Ausloberin: Gemeinde Haldenwang
Mitarbeit: Lluis-Daniel Dura, Magdalena Rippberger, Lena Spengler
Landschaftsarchitektur: Stautner & Schäf Landschaftsarchitekten
Tragwerk: Planungsbüro Dittrich
Ein markanter Baukörper sitzt als Solitär auf der dreidimensionalen Verkehrsinsel und wird das Pendant zum oberen Stadtplatz. Die Erdgeschossfassade setzt sich zurück – der Rücksprung formuliert einen wettergeschützten Zugang in den Laden und den Wohnbau. Der Laden ist einladend – dank des Rücksprungs im EG entsteht auf der Süd- und Westseite eine kleine Platzsituation mit Maibaum, die trotz der Durchgangssituation eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.
Die Geschosse werden über einen zentralen Erschließungskern erreicht. Um das Stiegenhaus sind rundherum Wohnungen angeordnet, die alle gute belichtet sind. Private Freiräume werden als Loggien angeboten, die schallgedämmt (Verglasung zum Wegschieben) ausgebaut werden können und die trotz der zentralen Lage eine gute Privatheit herstellen. Um die fehlende Wohn-Freifläche auf dem Grundstück zu kompensieren wird im Westen im obersten Geschoss eine großzügige, gemeinschaftliche Dachterrasse eingeschnitten.
Das Haus ist als Holzhybridbau konzipiert, wobei die beiden obersten Geschosse, bis auf die Decken (Holzbetonverbund) und den Kern als reiner Holzbau entwickelt wurden. Die Lage des Kerns wie auch die Spannweiten wurden für die Holzspannweiten optimiert. Dank der leichten Hülle mit einer hinterlüfteten Nadelholzschalung sind hohe Dämmstandards (z.B. GEG/ENEV) wirtschaftlich umsetzbar.
