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bogevischs buero
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Zukunft Nord - Baufeld 6

2022
2. Preis Realisierungswettbewerb

Ausloberin: QUARTERBACK Projekt 36 GmbH, München

Mitarbeit: Anna Hägele, Julia Landowski, Magdalena Rippberger, Maria Schlüter

Landschaftsarchitektur: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner

 

In Ergänzung zu den Fugen zwischen den Baukörpern ermöglicht ein öffentlicher Durchgang im EG des nordöstlichen Gebäudes die Durchwegung des Innenhofs in alle Richtungen. Alle Treppenhäuser sind zum Innenhof hin durchgesteckt oder werden vom Innenhof erschlossen - es entsteht eine lebendige Nutzung des Innenhofs. Dies wird durch gemeinschaftliche Nutzungen im EG, die ebenfalls zum Innenhof orientiert sind, verstärkt. Die Fassaden werden, zum öffentlichen Raum hin, begrünt.

Der Hof bietet, auch mit einer intensiven Freiraumbegrünung, Raum für vielfältige nachbarschaftliche Aktivitäten im Freien sowie für Biodiversität. Der an die Kita angrenzende Bereich des Innenhofs wird als Kita-Außenspielfläche genutzt. Im Zentrum des Hofs ermöglicht eine Aussparung in der Decke der Tiefgarage es, dass auch tiefwurzelnde Bäume wachsen können. Der Innenhof ist um 40 cm erhöht, um die Wohnungen im EG als Hochparterre-Wohnungen auszubilden und ihnen mehr Privatheit zu geben. Der Niveauunterschied zwischen Straßenraum und Innenhof wird über ein Gefälle in den Hofzugängen zwischen den Gebäuden vermittelt. Die in die Baukörper eingerückten Eingänge bilden witterungsgeschützte Eingangsbereiche, die Platz für Briefkästen sowie ungezwungenen Austausch bieten. Die angrenzenden Treppenhäuser verfügen im EG alle über einen Kinderwagenabstellraum.

In ihrer äußeren Erscheinung ähneln sich die Baukörper und differenzieren sich zugleich durch Feinheiten. Die Fassaden aller Baukörper werden mit einer vertikalen Holzlattung versehen, die zum Straßenraum hin begrünt ist, zum Innenhof hin nicht. In ihrer Farbgebung variieren die Gebäude in einem abgestimmten Farbsystem aus drei gedeckten Grüntönen. Durch die Gestaltung der privaten Freibereiche erhält jedes Gebäude einen eigenen Charakter. Der nordwestliche Baukörper (H1) wird durch die zum Innenhof orientierte Loggienfassade geprägt. Dem nordöstlichen Baukörper (H2) wird ein Loggienregal aus Stahl vorgestellt. Die südlichen Baukörper (H3 und H4) erhalten im EG private Terrassen und in den darüberliegenden Geschossen Balkone.

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