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bogevischs buero
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Klimaanpassung im Wohnungsbau - mit der Schaffung und Modernisierung von bezahlbarem Wohnraum

2021
3. Preis Realisierungswettbewerb mit Ideenteil

Ausloberin: Stadt Füssen

Mitarbeiter: Magdalena Mülle, Lluis-Daniel Dura, Lea Schön, Lena Spengler

Landschaftsarchitektur: bauchplan ).(

Tragwerk: Planungsgesellschaft Dittrich MbH

Es ist schön vor Ort…

So soll es bleiben. Um die Qualität des Ortes zu erhalten und die Gemeinschaft aller Bewohner*innen zu stärken bilden wir eine Gruppe von 7 Gebäuden um eine gemeinsame Mitte. 5 der 6 Bestandsgebäude bleiben im Prinzip vollständig erhalten, werden aber in neue Gebäude integriert und zu Hybridhäusern. Dieses Vorgehen nutzt die graue Energie optimal aus. Um diesen Planungsansatz auch wirtschaftlich umsetzen zu können, werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  1. Abrücken der neuen zentralen Tiefgarage wo irgend möglich von den Bestandskellern
  2. Erhalt von so viel wie möglich an Substanz; damit Nutzung aller Innenwände und des bestehenden Dachstuhls mit geringkomplexen Modifikationen auf der Südseite.
  3. Verzicht auf die barrierefreie Erschliessung durch Aufzüge in den Wohnungen, welche über die Bestandstreppenhäuser erreicht werden - ca.1/3

Zusammen mit 2 Neubauten, ergibt sich ein feines Ensemble aus Alt und Neu, welches einen zentralen Freibereich umspült. Konsequent sitzt am Nordende des Quartiersplatzes der Gemeinschaftsraum, das Zentrum bildet ein kleiner Baumhain über der Versickerungsmulde, die auch die TG durchstößt.

Die Neubauten sind als reine Holzbauten in vorgefertigter Ständerbauweise konzipiert. Die Altbauten erhalten eine neue hochwärmegedämmte Hülle aus hinterlüfteter Holzschalung und verputzten Putzträgerplatten. Die Fassaden und Wandkonstruktionen sind zu fast 100% aus NaWaRos erstellt. Die Neubauteile sind mit einer hell lasierten/vorvergrauten hinterlüfteten Holzschalung verkleidet. ( Verringerung der Aufheizung ). Die Erkerbereiche im Bestand erhalten eine geschlossenporige Innendämmung.

Alt- und Neubauteile unterscheiden sich voneinander – Sie sind jeweils ablesbar. Es entsteht ein Ensemble, das seinesgleichen sucht und verblüffender Weise und trotz des weitestgehenden Erhalts des Bestandes, eine enorm dichte Wohnbebauung ermöglicht. Die Häuser werden über ein zentrales BHKW erwärmt. Der dabei erzeugte Strom wird selbst genutzt, bzw. ins Netz rückgespeist. Die flach geneigten Dächer werden zusätzlich mit Solarzellen zur Eigenstromerzeugung bestückt ( ggfls. aus wirtschaftlichen Gründen nur vorgerüstet ) , einen Teil der Stellplätze im Keller wird mit Ladestationen versehen, die Fahrzeuge dienen als Pufferspeicher. Insgesamt kommen auf dem Grundstück 76 Wohneinheiten unter. Die TG bietet 84 Stellplätze, auf Straßenniveau kommen weitere 10 informelle Stellplätze hinzu.

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