Wohnbebauung Isaria Diamaltquartier

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Das Bauvorhaben liegt auf dem Gelände der ehemaligen Diamaltwerke im Ortsteil München-Allach. Das Grundstück wird im Norden durch die Ludwigsfelder Straße begrenzt. Gegenüber von dieser befinden sich gewerblich genutzte Flächen. Im Osten verläuft die Bahnlinie München-Treuchtlingen und jenseits davon liegen Brachflächen. Durch Gewerbe und Bahn entstehen erhebliche Lärmimmissionen, auf die mit der Bebauung reagiert werden muss.

Die Wohngebäude gruppieren sich blockartig um einen großzüzgigen Wohnhof über den auch die barrierefreie Erschliessung erfolgt. Er ist im Vergleich zum Straßenniveau leicht angehoben und an den Durchgängen über Rampen zugänglich. Auf der Südseite wird der Block zum Diamaltpark aufgebrochen und durch zwei Solitäre ergänzt, die über Brücken mit dem Block verbunden sind.

Auf Grund der hohen Lärmimmissionen sind sämtliche Wohn- und Schlafräume sind zum Innenhof ausgerichtet, lediglich Nebenräume und zusätzliche Belichtungselemente für die durchgestecken Wohnräume liegen zur lärmexponierten Seite.

Die Wohnungen werden durch unterschiedliche Förderprogramme gefördert und barrierefrei ausgeführt. Fünf Wohnungen sind zudem rollstuhlgerecht. Die im Bebauungsplan geforderten Dachterrassen werden an zwei Stellen zu großzügigen Freiflächen zusammengefasst. Daran werden Gemeinschaftsräume mit Toilette und Küche angeschlossen. Weitere Gemeinschaftsflächen gibt es im Erdgeschoss an den beiden Innenecken, sie sind direkt über den Innenhof erreichbar.

Die Fassade im Erdgeschoss wird durch den Einsatz von STB–Sandwichelementen robust ausgeführt. In den Obergeschossen wird sie als mineralisches WDVS ausgeführt. Die Balkon- und Loggienelemente verstärken in ihrem Spiel mit unterschiedlichen Brüstungshöhen das Spiel in der Fassade, das durch die Fensterelemente fortgeführt wird und nehmen das Material des Erdgeschosses wieder auf.

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