Studentenwohnheim am Rottendorfer Tor, Würzburg

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Der Entwurf greift den unterschiedlichen Kontext der umliegenden Architektur auf und formt zwei bzw. drei Wohnkomplexe, die sich dank Ihrer differenzierten Höhenstaffelung und Grundrissgeometrie harmonisch in die Umgebung integrieren. Die Freianlagen des neuen Wohnheims sind durch den bestehenden Baumbestand eindrucksvoll geprägt. In den lichten Bereichen, v.a. der ebenen Fläche südlich des nördlichen Baukörpers wird eine große gemeinschaftliche Rasenfläche angeboten, die frei nach Belieben in Besitz genommen werden darf - sei es für sportliche Aktivitäten, Festivitäten oder auch zum Ausruhen und Studieren.

In beiden Häuser gruppieren sich die kleine  Appartments um eine gemeinsame Mitte. Im Norden hängen zwei würfelförmige Gebäude am Eck zusammen. Beide im Grundriss quadratische Baukörper haben einen kleinen, halboffenen, Lichthof in der Mitte. Im südlichen Baukörper entstehen durch eine breite mittlere Gangzone ein großer Bereich der Kommunikation wischen den Bewohnern.

Das Gebäude wird als Massivbau mit tragenden Außen und Kernwänden erstellt.  Die opaken Fassaden werden als hinterlüftete Fassaden mit Verkleidungen aus hellen Faserzementtafeln ausgeführt. Schiebeläden aus Leichtmetall, die farbig auf die Außenhaut abgestimmt sind, sitzen fassadenbündig in Nischen. 

Die Dächer der jeweils höheren Gebäudeteile eignen sich zur Anordnung einer Brauchwassersolaranlage, die bei den hohen Trinkwasserverbräuchen im verdichteten Wohnungsbau wirtschaftlich und energietechnisch sinnvoll einsetzbar ist. Die Hauptwärmeversorgung ist – energetisch günstig - an das lokale Nahwärmenetz gekoppelt. Die Zuluft zu den Zimmern erfolgt neben den manuell bedienbaren Drehflügeln über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. 

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