Neubau Unterkunftsgebäude für die Universität der Bundeswehr, Neubiberg

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Für Studenten der Universität der Bundeswehr werden in Neubiberg neue Unterkunftsgebäude errichtet. Eines davon ist die Wohngruppe 12 im nordöstlichen Teil des Bundeswehrgeländes. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll die Planung dieses Unterkunftsgebäudes zukunftsweisend Standards für Folgeprojekte festlegen.


Es handelt sich bei dem Unterkunftsgebäude um einen Neubau von 264 Wohneinheiten mit Gemeinschaftsbereichen wie Lernräumen und Küchen. Durch verbindende Brückenelemente, die diese gemeinschaftlichen Funktionen beinhalten, wachsen die im Grundriss ablesbaren, einzelnen Wohnhäuser zu einem Gesamtensemble zusammen. Dazwischen spannt sich ein innenhofartiger Freibereich auf. Unterhalb der „Lernbrücken“ sind für die Studenten überdachte Außenbereiche vorgesehen, der Zugang zu diesem Innenhof erfolgt über Küchen im Erdgeschoss oder frei vom Gelände.


Das Gebäude ist dreigeschossig, im Grundriss orthogonal aufgebaut und über insgesamt vier Treppenhäuser erschlossen. Die Wohnhäuser unterscheiden sich nach außen in der Fassadengestaltung und erscheinen als massive, weiße Baukörper mit einer Lochfassade aus Stahlbetonfertigteilen, während die Brückenbauten durch eine transparente Fassade mit festen Sonnenschutzelementen in Erscheinung treten. Die Fenster sowie die Pfosten-Riegel-Fassade der Brückenbaukörper sind in bronzefarbenem, eloxiertem Aluminium ausgeführt, die hölzernen Sonnenschutzlamellen in vorvergrauter Weißtanne.


Bis auf das Untergeschoss und einen Teil der Geschossdecken sind alle massiven Bauteile als Fertigteile vorgefertigt und in relativ kurzer Zeit errichtet worden. Die Außenwand besteht aus kerngedämmten Stahlbeton-Sandwichelementen mit Tragschale und durchgefärbter Vorsatzschale in Weißbeton. Die Innenwände, die Treppen sowie die Decken sind ebenfalls als Stahlbetonfertigteile ausgeführt.
Die 264 Einzelapartments der Studenten verfügen alle über ein eigenes Bad und sind mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet.

Das Projekt besticht durch hohe Seriellität im großen wie im kleinen Maßstab und durch großzügige, gemeinschaftsfördernde Erschließungs- und Aufenthaltsbereiche.

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