Cuvryhöfe Berlin

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Für die Cuvryhöfe in Berlin Kreuzberg sollten Entwürfe für etwa 280 Eigentums- und Mietwohnungen entwickelt werden. 
Die im Gutachterverfahren zu planenden Häuser mussten sich in den bestehenden Masterplan einfügen und eine architektonische Vielfalt mit Einzelhauscharakter in der Berliner Tradition garantieren. Zehn Architekturbüros standen in Konkurenz, zehn Einzelhäuser zu entwerfen.

Eine mit dem Nachbarhaus gemeinsame, interne Erschließung gibt den Häusern ihre Adresse an der Schlesischen Straße, führt aber auch in den südlichen Hof zu Spiel- und Freiflächen. Große, haushohe  Lichtschächte versorgen die Erschließung mit natürlichem Zenith-Licht und verleihen ihr etwas großzügiges. Besonders die Treppe vom EG zum 1.OG - die meist genutzte, weil darüber hinaus der Aufzug in Anspruch genommen werden wird - wird inszeniert.
Ruhige größere Mietwohnungen liegen am südlichen Hof, mit großzügigen Loggien nach Westnordwest. Kleinere Wohnungen mit lebendiger Stadtlage zur Schlesischen Straße haben ebenfalls Loggien, die visuell wie akustisch einen Puffer bilden: öffenbare Verglasung an den Loggien bieten Schall- und Wärmeschutz.

Es sind leicht farbige, helle Massivhäuser mit Putzfassaden, mit geometrischen Variationen als Staffelungen, Loggien und Dachaufsätzen. Die Fassaden interpretieren Elemente wie Risalite, Erker und Wintergärten der Nachbarbauten, die die Fassadengestaltung wie auch die Wohnqualität unterstützen. Die Loggien bilden großzügige Elemente zum öffentlichen Raum – bieten gleichzeitig Privatheit im Freibereich. 

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