Genossenschaftliche Wohnanlage wagnisART

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Die Gebäudegruppe besteht aus fünf freistehenden Baukörpern, die von den Bewohnern nach den fünf Erdteilen benannt wurden und sich jeweils um einen zentralen Erschließungskern fügen. Die Häuser sind miteinander in zurückspringenden Dachgeschossen über Brücken verknüpft, die so eine Dachgarten-landschaft von einmaliger Größe und Vielfalt enstehen ließen. Neben herkömmlichen Wohnungen findet man auch neue Wohnformen. Im Erdgeschoss der Häuser entsteht eine Vielzahl an Gemeinschaftsräumen, Ateliers, Werkstätten und Freiräume, die den unterschiedlichen Aktivitäten der Bewohner und darüber hinaus dem gesamten Quartier dienen. Ein Grundsatz der wagnis eG ist die Partizipation – die Beteiligung der Bewohner am Planungsprozess. Nach gemeinsam festgelegten Regelwerken werden von den zukünftigen Bewohnern Gestaltungselemente gemeinsam mit den Architekten entwickelt. Das dadurch freigewordene Gestaltungspotential führt sowohl zu der außergewöhnlichen Gestalt, als zu einer hohen Akzeptanz und Identifikation der Bewohner mit ihrem Haus. Ein zentraler Aspekt für die Gemeinschaft sind die verschiedenen Flächen im Freiraum. Hofräume und Zwischenräume dienen dem Ankommen und der Begegnung. Sie bieten Ruhe und sind Blickräume für die Bewohner. Direkt vor den Gebäuden sind die Freiflächen als Erweiterung der angrenzenden Nutzungen geplant, als Caféterrasse, als erweiterte Arbeitsbereiche vor den Ateliers und Werkstätten, zum Aufenthalt vor den Gemeinschaftsräumen und als Vorbereiche vor den Hauseingängen. Eine Besonderheit der Wohnanlage sind die so genannten „Cluster-wohnungen“, welche hier zum ersten Mal in München realisiert wurden. Bis zu acht kleine Apartments mit Bad und Kochnische wurden um gemeinschaftliche Wohnbereiche angeordnet. So sind gemeinschaftliche Großwohnungen mit bis zu 400 m² Wohnfläche entstanden.

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