Ausstellung 'bogevischs buero live'

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Für die Ausstellung und das parallel im Büro Wilhelm. Verlag erscheinende Buch `bogevischs buero live´ haben wir Julia Knop, Fotografin aus Hamburg, beauftragt, acht unserer Projekte aus ihrer fotojournalistischen Sicht zu belichten. Der Nutzer steht in den Bildern im Vordergrund. Orte informeller Begegnung, die Schlüssel unserer Architektur sind, bilden den Hintergrund.

Die Architekturgalerie Berlin fordert ein spezifisches Ausstellungskonzept. Die Karl-Marx-Allee, der Ausstellungsraum in seiner Symmetrie und die Proportion des Raumes sind dominant – der Besucher der Galerie kann sich diesem Gefüge kaum entziehen.

Die Ausstellung wird zum Spiegel unserer Arbeitsweise und äußert sich als  Reaktion auf diesen dominanten Kontext:
Für die Ausstellung `bogevischs buero live´ stellen wir in den Galerieraum einen Erschließungs-Körper. Der faltet sich zwischen die Außenwände und dient zwingend als Erschließungsachse zu neu kreierten Binnenräumen. Diese führen auf Grund ihrer geringen Größe zur physischen Nähe von Betrachter und Objekt, sie ‚rendered’ den Betrachter ins Bildgefüge.  
 
Das Innere der `Erschliessungs-Falte´ – in unserer intensiven orangenen  CI-Farbe gehalten – ist Kontrastraum zum geordneten Ausstellungskörper, wie zu den eigentlichen Ausstellungsnischen. Er scheint der Inhalt der Ausstellung zu sein und ist doch nur die Nabelschnur.

Es sind eben diese Extraräume, die Bereiche zwischen dem Eigentlichen und dem Nichts, der Ort zwischen dem  Außen und dem Innen, das die Architektur bogevischs buero auszeichnet. Darum ist dieser Erschließungs-Körper in Berlin – der sich zwischen die Meterdicken Mauern der Karl-Marx-Alle stemmt – dann eben doch das was bogevischs buero ausmacht.

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