Aller Anfang ist schwer.

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bogevischs buero wurde 1996 von den Architekten Ritz Ritzer und Rainer Hofmann in München gegründet. Die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte des inzwischen auf 30 Architektinnen und Architekten angewachsenen Büros begann mit dem Wettbewerbserfolg für ein Bürohochhaus in Stuttgart, dessen Realisierung der Anlass für die Bürogründung war. In den folgenden Jahren profilierten sich die Architekten mit Projekten auf allen Maßstabsebenen: Neben städtebaulichen Planungen entstanden Gewerbe- und Wohnbauten mit starkem ortspezifischen Bezug, individuellen Entwurfskonzepten und hoher Detailqualität. Trotzdem alle Projekte mit Minimalbudget realisiert wurden, gelingt es Ritz Ritzer und Rainer Hofmann immer, die Räume zwischen dem Innen und dem Außen, dem Privaten und dem öffentlichen Raum in besonderer Weise als Taktgeber für die Entwicklung der umgebenden Quartiere aufzuwerten.

Nach dem Bau des inzwischen mehrfach ausgezeichneten Studentenwohnheims am Felsennelkenanger in München ist die Rekonstruktion der Studentenbungalows im Olympischen Dorf – in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Werner Wirsing als Urheber der Bungalows – ein weiterer Höhepunkt in der Entwicklung des Büros. Dieses und sieben weitere wesentliche Projekte der letzten 12 Jahre dokumentierte die Fotojournalistin Julia Knop in den vergangenen Monaten fotografisch. Die großformatigen Motive bilden die Basis für eine Ausstellung von bogevischs buero, die im Herbst 2012 in der Architekturgalerie in Berlin gezeigt wurde, sowie für die umfangreiche Publikation. Julia Knops Blick auf die Menschen, die Bewohner und Besucher der Projekte, bereichern die Wahrnehmung der Bauprojekte um eine ungewöhnliche, sehr persönliche Komponente. 

Interviews, kurze Kommentare und Projektbeschreibungen ergänzen die Fotos und zeigen nachdrücklich, das aus dem „Büro mit dem sonderbaren Namen“ (bis heute bleibt Mr. B. inkognito und hält die Architekturwerkstatt offen für weiter reichende Allianzen) ein starkes Team mit engagierten Mitstreitern geworden ist – sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Bauherrenseite. 

 
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