Studierendenwohnheim Freisinger Landstraße

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An der vierspurigen Freisinger Landstraße bildet der fünf-geschossige Hauptbaukörper mit 155 Metern Länge das Rückgrat des neuen Studierendenwohnheims mit 482 Wohnplätzen.

Daran anschließend erweitern drei kammartig angeordnete, vier-geschossige Gartenhäuser das Wohnheim in Richtung Osten zu den Isarauen.

Der gesamte Baukörper wird optisch durch horizontale, weiße Betonfertigteilbänder zusammengehalten, die sich geschossweise als Balkone oder Laubengänge um das Gebäude ziehen. Deren Brüstungen sind in zweifacher Richtung – horizontal und vertikal – verkippt um durch die plastische Ausformung der Fassade die Länge des Gebäudes zu gliedern. Die Schallschutzverglasungen zur Freisinger Landstraße folgen der horizontalen Verkippung.

Die Vertikalerschließung des Studierendenwohnheims erfolgt über drei Lichthöfe, die über einen Fußweg östlich des Hauptbaukörpers zu erreichen sind und Gelenke zu den Gartenhäusern darstellen. Die Lichthöfe schneiden in den als Zweibund organisierten Hauptriegel ein, gliedern und belichten die Flure und geben Orientierung. Die Treppenhäuser an den Lichthöfen wirken durch den gelben Farbakzent und die großzügige Verglasung hell und freundlich. Das Erdgeschoss ist um 1,20 Meter zum Straßenniveau angehoben, um den Wohnräumen dahinter die notwendige Privatsphäre zu ermöglichen. Die zur Freisinger Landstraße orientierten Wohnungen werden durch die schalldämmenden Balkonverglasungen geschützt.

Gemeinschaftsräume sind geschossweise dem Treppenraum angelagert. Der Haupttreffpunkt im Sommer wird aber wohl die weitläufige Dachterrasse mit ihrem großen Gemeinschaftsraum und dem weiten Ausblick nach Süden sein.    

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