Egerer Straße, Starnberg

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Als Grundlage für die Errichtung eines Wohngebietes in Starnberg lobte die Stadt Starnberg einen Wettbewerb zur Erstellung eines Städtebaulichen Entwurfs und eines Bebauungsplanes aus. Zur Abdeckung unterschiedlicher Wohnraumerfordernisse sollte sowohl kostengünstiger Wohnraum für Einheimische, als auch für Genossenschaftswohnen, sowie für den freien Verkauf geschaffen werden.

Mit der Planung beauftragt, entstand ein Entwurf, der die Fortsetzung der Bebauung entlang der Egerer- und der Angerweidestraße typologisch fortgesetzt.  Größere Mehrfamilien- oder Kettenhaustypologien finden sich zwischen den beiden Strassen, die Ränder bleiben frei ( im Norden ) oder werden mit Einzel - oder Doppelhäusern besetzt. Am Waldrand wird die Straße in einer Schleife geschlossen.  

Durch die geometrische Verkippung zweier zentraler Baufelder entsteht ein kleiner quartiersinterner Platz, an welchem zentral ein Kleinkinderspielplatz angeordnet wird. Das zentrale Quartier der geförderten Wohnungen kann auf einem Privatweg auch in Längsrichtung zu Fuß durchquert werden, mit den Quererschließungen, entsteht ein kleinteiliges Wege-Netzwerk in welchem Nachbarschaften informell wachsen können.

Die geförderten Wohnungen im Einheimischen-Modell öffnen sich zur Sonne, hier sind Flachdächer mit einem Staffelgeschoß nach Nordosten ebenso denkbar wie nach Nordosten geneigte Pultdächer. Die Appartements für die Genossenschaft sind an der Grenze zur Bestandsbebauung angesiedelt.  Die Gebäude sind in Ihrer Länge gestuft und ordnen sich in Maßstab und Körnung ein.
Die freifinanzierten Einzel- und Doppelhäuser staffeln sich entlang der Hangkante. Die Grundstücke grenzen direkt an den Waldrand. Trotz der Größenbegrenzung auf ca. 400-450 qm entsteht eine gewisse Großzügigkeit.

Die konsequente Ausrichtung der freifinanzierten Häuser nach Südosten, der geförderten Wohnungsbauten nach Südwesten und die Einhaltung der solaren Abstandsflächen ermöglicht die aktive Nutzung der Solarenergie. Ein Blockheizkraftwerk betrieben mit lokal produzierten Hackschnitzel oder Pellets bietet eine nachhaltige Nahwärmeversorgung. Unterstützt durch dezentrale Brauchwassersolarpaneele. 

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