Theresienhöhe TH30, München

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Oberhalb der Theresien-Wiese in München entstand ein Stadtbaustein, der sich in die weltbekannte Kulisse der Oktoberfestwiese mit Bavaria farblich wie maßstäblich einordnet.

Eine bepflanzte, halböffentliche Passage teilt die Baumasse in einen hellen und einen dunklen Baukörper. Sie erlaubt Einblicke in die Erschließungsflächen der ebenerdig angeordneten Konferenz- und Gastronomiebereiche. Durch die voll verglasten Erdgeschossbereiche können die Innenhöfe von der Passage aus wahrgenommen werden: das Innenleben des Gebäudekomplexes ist von Außen wahrnehmbar. Die Passage bietet den Besuchern und Nutzern ein gegenüber dem stark frequentierten Straßenraum leicht angehobenes, ruhiges Entrée.

Das Gebäude kann auf unterschiedlichste Anforderungen reagieren. Alle Gebäudeteile sind maximal 13,5 m tief und lassen verschiedenste Raumteilungen zu. Bei einer maximalen Nutzeranzahl lässt sich das Gebäude über sieben Kerne erschließen und so in eine Vielzahl von Nutzungseinheiten von 350 m² - 450 m² teilen. Dank des Brückengebäudes am Ende der Passage lässt sich die Flächenverteilung im Bauwerk jederzeit an die Ansprüche und Anzahl der Nutzer anpassen.

Beide Häuser sind durch ihre unterschiedliche Farbgebung als eigene Einheiten wahrnehmbar. Die Lochfassade ist hell & dunkel im Wechsel. Großformatige Fenster mit niedrigen Brüstungen bringen über die teils schräg geschnittenen, mit eloxiertem Aluminiumblech verkleideten Laibungen Varianz in die rationale Fassade. Die Außenwände sind als Lochfassaden mit etwa 50% Öffnungsanteil ausgeführt. Die Außenwände, die Stützen auf einer Seite des Mittelflures und die Kerne mit großzügigen, nachrüstbaren Versorgungsschächten, bilden die ökonomische Tragkonstruktion des Gebäudes.

 
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