Kooperationseinrichtung Diamantstraße, München

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Am Stadtrand Münchens entstand eine fünfzügige Kooperationseinrichtung für 99 Kinder.

In der äußerst heterogenen Umgebung liegt das flache, nach Süden offene Wiesengrundstück am Südrand einer Wohnbebauung aus den 50er-Jahren.

Mit Blick über weite Felder bis zum Olympiaturm der Stadt wird der längliche Baukörper zu Schwelle und Übergang zur freien Natur.

Das Gebäude hat eine Mitte: Vertikal- und Horizontalerschließungen, der Eingang und der Durchgang zum Kinder-Garten treffen hier zusammen in einem Raumkontinuum. Die Taille im Grundriss erzeugt reizvolle Perspektiven und Sichtbezüge und verkürzt die Hauslänge optisch. Ausblicke, Belichtung und Raumfolgen fördern und sensibilisieren die Wahrnehmung der Kinder. Die raumgreifenden Gebäudeflügel fassen die Freiräume, vor und hinter dem Haus. Umgebung, Haus und Garten verzahnen sich. 

Gruppen- und Nebenräume verteilen sich auf beide Geschosse des Hauses, Mehrzweckraum und hauswirtschaftliche Bereiche mit eigener Erschließung sind im Erdgeschoss untergebracht. Außenwände, Dach und tragende Bauteile sind in Stahlbeton, die Zwischenwände als Trockenbauwände ausgeführt. Unterzüge beschreiben die Konstruktion und zonieren den Innenraum.

Der silbergraue Außenputz wie auch die orangerot eloxierten Fensterelemente verändern ihre  Erscheinung je nach Witterungs- und Lichtverhältnissen. Die intensive Farbe der Fenster – als Vermittler zwischen außen und innen – setzt sich in den Erschließungsbereichen des Hauses fort. Die homogen orange Farbwelt gibt der lebendigen Vielfalt der Nutzer einen definierten, aber frohen Rahmen. 

Analog der Raumgliederung im Erdgeschoss teilt sich der Gartenbereich in zwei Seiten mit intensiven Nutzungen: Spielhügel und Sandbereich.

Die dazwischen liegende Freifläche vor dem Hauptausgang bleibt eine ebene Rasenfläche. Die Anordnung der räumlichen Gartenelemente fokussiert den Blick Richtung südlich liegender Felder bis hin zur Innenstadt.    

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