Wohnanlage Hanauerstraße, München

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Das Grundstück liegt an der Ecke Dachauer Straße – Hanauer Straße.

Der Entwurf basiert auf dem bestehenden Bebauungsplan mit Gestaltungsleitfaden.

Das sich windende Gebäude verfügt an den Ecken und Endstücken über charakteristische Aufweitungen, die sich untereinander in Proportion und Abmessungen gleichen, so dass das Gebäude eine hohe Selbstähnlichkeit erhält. Es wird so zu einem eigenständigen, zusammenhängenden Volumen, welches sich gut in die Großmaßstäblichkeit der Bebauung der Dachauer Straße einfügt. Im Süden des Baufelds ist ein Supermarkt angeordnet der sich unter die mäanderförmige Wohnbebauung schiebt.

Die Erschließung der beiden Nutzungen ist dabei klar getrennt.

Die Bewohner verfügen über einen eigenen halbprivaten Hof, der dreiseitig umstellt ist, und von dem aus alle vier Treppenräume zur Erschließung der Wohnungen betreten werden. So gibt es keinerlei Störung durch die Kundschaft des Supermarktes. Der Entwurf kommt mit nur vier Treppenhäusern zuzüglich einem Rettungstreppenhaus aus.

In den fünf Häusern mit vier Zugängen entstehen Wohnungen verschiedener Fördermodelle (EOF, KMB, MMM) sowie Kleinwohnungen, die einer sorgenden Hausgemeinschaft zugeordnet sind.

Die etwa 130 Wohnungen profitieren zum Großteil von den „über-Eck“ Situationen des mäandernden Baukörpers oder sind „durchgesteckt“. Die Wohnungen verfügen über Loggien, die in Anbetracht der hohen Lärmexponierung gut nutzbare Freiräume bereitstellen.

In seiner äußeren Erscheinung nimmt der Entwurf die Vorschläge und Maßgaben des Gestaltungsleitfaden auf. Das Haus verfügt über eine elegant leichte Anmutung durch filigrane Dachkanten, Brüstungen und Fensterfaschen. Es richtet sich nach dem Kanon des Leitfadens in Fensterformat, Farbgebung, Maßen und Abständen.   

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