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Wohnbebauung Hubland 2

Bauherr: Dawonia Management GmbH
LPH: 1-4
Planungsbeginn: 2021
Baubeginn: vsl. 2023
BGF: 9.100 qm
Team: Michael Holzäpfel (PL), Anja Engert (PL), Alina Tolle (PM)
Landschaftsarchitekten: OK Landschaft

Städtebau/ Bebauungskonzept

Auf dem langgestreckten Baufeld WA 5.2 entlang der Rottendorferstraße sollen vier viergeschossige, kubische Baukörper an einer gemeinschaftlichen, erhöhten Erschließungszone aufgereiht werden. Die Zugänge liegen unter einem arkadenartigen Rücksprung im Erdgeschoss. Diese nach Süden orientierte Zone ist Ort der Begegnung und Bewegung und integriert einen Teil der erforderlichen Spielflächen.

Der westliche Baukörper ist an der Baulinie gedreht. An dessen Aufweitung zur Straße ist im EG eine Gewerbeeinheit vorgesehen. Zur Straße sind die Fassaden ruhig und geordnet. Die Höfe zwischen den Gebäuden sind als ruhige, grüne Flächen mit gegenüberliegenden Balkonzonen und Freisitzen im EG geplant.

Gebäude/ Wohnungstypologien/ Wohnqualitäten

Der Auftraggeber Dawonia steht für ein ausgewogenes Wohnraumangebot, das breiten Bevölkerungsgruppen Wohnraum bietet. Dieses wird auch bei diesem Bebauungskonzept verfolgt, welches Wohnungstypologien in verschiedenen Größen als bezahlbaren Wohnraum schafft. Die Wohnqualität im EG wird durch den Sockel zur Straßenseite hin verbessert. Alle Wohnungen erhalten Freibereiche als Balkone in den Geschossen und Terrassen im EG.

Erschliessung

In den Bereichen zwischen den Gebäuden besteht die Möglichkeit den Sockel über Treppen zu erreichen. Von Osten kann die gesamte Arkade barrierefrei von der Straße aus erschlossen werden. Die Treppenhäuser mit einläufiger Treppe und Aufzug werden durch ein Oberlicht mit Tageslicht versorgt und bieten Raum zur informellen Begegnung.

Brandrettung

Die Brandrettung vom Erdgeschoss bis zum 2. Obergeschoss kann über Steckleitern erfolgen. Im 3. Obergeschoss wird der zweite Rettungsweg der südlichen Wohnungen über Drehleitern bedient, die der Straße abgewandten Wohnungen
werden zu größeren Einheiten zusammengeschlossen und erhalten Dachausstiege. Durch diese können die Bewohner auf dem Dach an die Südseite der Gebäude flüchten, von wo sie mit der Drehleiter gerettet werden. Das Befahren der Höfe durch die Feuerwehr ist dadurch nicht erforderlich.

Konstruktion

Die Gebäude werden in einer ressourcenschonenden Holz-Hybrid Bauweise erstellt. Hierzu ist der Generalunternehmer über die Fachplanungen am Planungsprozess beteiligt. Dabei besteht die Tragstruktur mit tragenden und aussteifenden Wänden (Außenwände und Wohnungstrennwände) aus Holz. Die Treppenhäuser bestehen aus Stahlbeton. Die Geschossdecken aus Hohlkammerdecken. Die Innenwände werden in Trockenbauweise errichtet. Die Bäder werden zu einem großen Teil als Fertigbadzellen auf die Baustelle geliefert. Diese Bauart bewirkt die Möglichkeit eines hohen Vorfertigungsgrads der Gebäude, eine Minimierung des Baustellenverkehrs, deutlich verkürzte Bauzeiten und die Nutzung von Vorteilen aus natürlichen Baustoffen.

Wohnungen

Es werden 1- bis 5-Zimmerwohnungen errichtet.

Dachterrassen

Die nördlichen Wohnungen im 3. Obergeschoss erhalten eine Dachterrasse, die über einen Dachausstieg erreicht wird. Die Dachterrassen sind auf Grund der Angaben im B-Plan und der erforderlichen Photovoltaik-Flächen in der Größe beschränkt. Da die Dachterrassen für die Brandrettung der Gebäude notwendig sind führt von jeder Dachterrasse ein Stichweg zur Südseite des Gebäudes.

Untergeschoss/Tiefgarage

Im Untergeschoss befinden sich für alle Wohnungen Kellerabteile, sowie die erforderlichen Technikflächen. In der Tiefgarage sind die gem. Stellplatzsatzung geforderten PKW- und Motorradstellplätze untergebracht, sowie 98 Fahrradabstellplätze in zwei Fahrradräumen.

Energiestandard

Der Energiestandard KFW-40+ ist im Kaufvertrag definiert und bei dieser Bauweise in Verbindung mit der Fernwärme und Wärmepumpe gut zu erreichen. Alternativ wurden die erforderlichen Änderungen bei KFW-40EE und KFW-40 NH untersucht und dokumentiert.

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