Statement zum Bürgerworkshop 2.0 Elisabethmarkt

Echte Partizipation geht nicht?

 

Pustekuchen!

Was die Münchner Markthallen in Zusammenarbeit mit den PlanerInnen von bogevischs buero und bauchplan am Montag Abend im Giselagymnasium vorstellten, war nicht weniger als der Neue Elisabethmarkt.

Die Zuschauer/ Zuhörer waren genau die Bürger, die sich in einem Planungsworkshop im Februar bereit erklärt hatten, die Grundlagen dieser Neuplanung zu verhandeln.

Reaktion? Begeisterung.

Die Bürger sahen ihre Ideen und Wünsche so detailliert dargestellt und aufgenommen, dass sie sich spontan entschieden, dem Stadtrat ihre Meinung mittels einer Abstimmung mitzugeben.

Einstimmig entschieden sie, genau so weiter zu machen – mit Dachterrassen, Kleinteiligkeit, Plätzchen und einer Anmutung, die nichts vom Bestand vermissen lässt – aber viel Neues bietet.

Dass die meisten Ideen eben genau von den beteiligten Bürgern kamen, zeigt nicht nur, dass Begeisterung für öffentliche Gebäude zur Identifikation und zum Verständnis für Architektur führen kann, sondern dass „den Bürgern zuzuhören“ auch bezüglich der Planungsergebnisse Innovationspotential freisetzen kann.

Das Verfahren schreit nach Wiederholung ...

 

Rainer Hofmann, bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH, München